Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals (Nordstrecke)

Im Zuge der Planungen für die o.g. Baumaßnahme wurde Geo-Infometric durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Datteln, mit der Erstellung eines Hydrogeologischen Gutachtens sowie eines numerischen Grundwasserströmungsmodells beauftragt.

Hintergrund

Mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals wurde 1892 begonnen. Nach 7 Jahren Bauzeit war die Strecke mit einer Länge von 251,6 km beendet. Sie war damit die erste Wasserstraßenverbindung der deutschen Nordseehäfen mit dem aufstrebenden Ruhrgebiet bei einer Tragfähigkeit von 750 t für Schleppkähne.

Von 1927 bis 1959, unterbrochen durch den 2. Weltkrieg, wurde der DEK für das 1000 t-Schiff erweitert, vor allem auch durch den Bau der Neuen Fahrten. Für diesen Ausbauzustand, der weitgehend noch dem heutigen Bestand entspricht, wurde dann am 01.01.1962 das Europa-Schiff (1.350 t) zugelassen.

Anlässlich der Planungen für die Baumaßnahmen der DEK- Nordstrecke wurde ein aktualisiertes Verkehrsgutachten erstellt, das die langfristigen Entwicklungspotentiale der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals für das Großmotorgüterschiff einschätzt. Demnach ergeben sich für die Nordstrecke Verkehrsanstiege zwischen 2004 und 2025 von über 20 %.

Bei der Prognose der Gütermengen lagen die großen - heutigen und zukünftigen - Verkehrsdrehscheiben im Emsland im Blickpunkt: die Erdöl-Raffinerie Emsland, das Güterverteilzentrum Lingen, der Euro-Hafen Emsland in Haren, der seit diesem Jahr die Häfen in Meppen und Haren ersetzt, das Güterverteilzentrum Dörpen und der C - Port am Küstenkanal.

Die gutachterlich festgestellten Entwicklungstendenzen lassen auf eine zukünftig stärkere Auslastung der DEK-Nordstrecke schließen und bestärken die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in ihrer Auffassung gleichzeitig mit dem anstehenden Ersatz der über 90 Jahre alten Schleusen auch die Befahrbarkeit für das Großmotorgüterschiff durch Streckenanpassungen zu verbessern.

Nordstrecke, südlicher Abschnitt

Die Schleusen im südlichen Abschnitt zwischen Bergeshövede und Gleesen verfügen lediglich über eine nutzbare Kammerbreite von 10,00 m. (Ausnahme ist die bereits 1974 neu gebaute Schleuse Altenrheine mit einer Kammerbreite von 12,00 m).

Nach dem derzeitigen Planungsstand werden 5 der nur 10,00 m breiten Schleusen durch 3 neue Schleusenbauten mit einer jeweiligen Kammerbreite von 12,50 m ersetzt. Die künftige Kammerlänge wird 140 m betragen. Die Schleusen Hesselte und Rodde werden entfallen. Daher ist hier auch eine Anpassung der Strecke in den alten Kanalhaltungen Rodde (Wegfall und Absenkung) und Hesselte (Wegfall und Anhebung) vorgesehen.

Weitere Informationen

Ausführlichere Informationen zum Bauvorhaben können der Webseite des  WNA Datteln entnommen werden.

 

[ lvs, 17.09.2008]


 

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